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Meine Tour in die Schweiz – Etappe 1

Urlaub ist eine tolle Sache!

Genau genommen habe ich mir einfach mal eine Woche gönnen wollen, in der ich mich sportlich betätige und gleichzeitig meine Mutter mal wieder im Land der Eidgenossen besuche. Die Idee war, mit dem Stahlrenner von Chemnitz nach Ort XY bei St. Gallen zu radeln und mich dort von meiner Mutter ein paar Tage bekochen zu lassen. Nun musste ich nur noch das ganze Vorhaben verpacken und meine Freundin davon überzeugen, mich zu begleiten. Widererwarten war das gar nicht so schwer und so startete ich am 10.10.16 meine Tour in die Schweiz.

Das Begleitfahrzeug auf der Autobahn…

…und ich auf den Haupt- und Nebenstraßen von Deutschland.

Der Plan sah wie folgt aus: Ich fahre mit dem Rad über drei Etappen in die Schweiz und meine Freundin kutschiert meinen Personenkraftwagen zu den Zwischenstopps und zu den jeweiligen Übernachtungsmöglichkeiten. Die Route wird immer vorab geplant (http://www.gpsies.com/), sodass ich den GPS-Track dann nur noch auf mein Garmin ziehen muss, um dann einem violetten Strich auf dem Display zu folgen. Ich hatte das Ganze schon mehr oder weniger vorher getestet und war begeistert von der Routenführung, was mir Anlass gab es in unbekanntem Terrain zu riskieren. Die erste Station sollte Bamberg sein.

Die Eckdaten zur ersten Etappe:

  • Distanz – 212 km
  • Steigung – ca. 2800 hm
  • Kultur – Überschreitung der ehemaligen Grenze der DDR #Geschichtsunterricht
  • nochmal Kultur – Zwischenstopp in Helmbrechts bei Netto (bei Kilometer 130,57)

Der Weg ist bekanntlich das Ziel

Eingepackt in den Winterklamotten - Auf in die Schweiz.

Eingepackt in den Winterklamotten – Auf gehts!

Natürlich muss man bei größeren Distanzen mit den Kräften haushalten. Wenn dann noch knapp 3000 hm dazwischenliegen, sollte man seinen Körper gut kennen.

Am besagten Montag stieg ich also gegen 07:30 Uhr auf den Bock und radelte los. Es war recht frisch. Ich hatte zumindest den Eindruck, dass der Herbst angekommen war, als ich die ersten Kilometer nach HOT radelte. Irgendwas um die 3°C wurde mir auf der Datenverarbeitungsmaschine Garmin angezeigt. Das wird schon stimmen.

Von HOT aus, steuerte ich dann ein Stück Richtung Westen, dann einmal rechts abbiegen, um dann wieder links abzubiegen. Prima, Plattenstraße! Paris-Roubaix lässt grüßen.

Ein bisschen hatte ich mich schon satt. Die Plattenstraße war zwar nur 1-2 km lang, aber wenn der Rest der Tour so weiter geht, dann wird es haarig. Es sollte aber im weiteren Verlauf der Tour anders kommen und die Ausnahme bleiben, denn ab Zwicke fuhr es sich richtig gut. Die Beine waren gut, die Temperatur passend zur Kleidung und kein Regen. Also alle Werte im grünen Bereich für eine schöne Tour.

Grenzkontrollen und wilde Schweine

Je weiter ich in das Vogtland eindrang, desto schöner und ruhiger die Straßen. Meine Tour führte zwischenzeitlich durch einen Wald mit Pflasterstraße, wo links und rechts von mir wilde Tiere ihr Unwesen trieben. Ich glaube, ich hörte ein Wildschwein grunzen. *Grunz* Grund genug, um auf die Tube zu drücken, denn das Wildschwein klang sehr gefräßig.

Ich näherte mich langsam aber sicher der bayrischen Grenze. Ausweißkontrollen waren nicht notwendig, als ich das „alte“ Bundesland betrat. An dieser Stelle dicken Dank an D. Hasselhoff, ich hatte die Papiere eh nicht dabei. 😉

Über die Stadt Hof fuhr ich nun in Richtung Helmbrechts. Da war für mich die erste Pause. Als ich auf dem Parkplatz des besagten Netto-Discounters rollte, sah ich schon die „rote Göttin“, also mein Auto;). Mein Mädel wartete sehnsüchtig im Wagen. Ich tauschte das in Schweiß gebadete Unterhemd gegen ein Trockenes, stillte meinen Kaffeedurst, aß einen Happen, besuchte das Kundenklo und setzt meine Reise fort.

Eine warme Dusche an kalten Tagen

Der Frankenwald war bezwungen und mit immer weniger Dampf auf dem Kessel steuerte ich in Richtung Bamberg. Das Hostel war bereits gebucht und meine Freundin bezog schon Quartier. Ich hatte noch ca. zwei Stunden vor mir. Und wenn man selber denkt, man hätte das gröbste an Höhenmetern bewältigt, kommt der Wadenbeißer. Eine Rampe, die seinesgleichen sucht. 27 % Steigung lt. Strava und ein Untergrund aus Asphalt, der keiner war. Ehrgeizig wie ich bin, prügelte ich den Bock dort hoch. Oben angekommen folgte nichts Nennenswertes bis nach Bamberg. Einen kleinen Hungerast 10 km vor dem Ziel gab es noch. Das Problem konnte aber mit einem Gel gelöst werden und hielt mich nicht von meinem Triumph in Bamberg ab.

Vor dem Hostel traf ich dann auch auf meine treue Begleiterin. Wir sind ins Hostel rein und werteten den Tag aus. Es folgte eine angenehme und vor allem warme Dusche und im Anschluss daran ging es zum Sightseeing in die Altstadt von Bamberg. Hübsch dieses Städtchen. Nach einem ausführlichen Besuch beim Italiener mit Pizza und Bier (natürlich alkfrei) plante ich dann noch die zweite Etappe nach Ulm. Danach ging es in die Falle, Kraft tanken :). Weiter dann im zweiten Teil.

Fortsetzung folgt und Druck aufs Pedal, Toni

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