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Ein gesunder Rücken – Teil 1

Wenn der Rücken schmerzt…

…macht das Biken keinen Spaß. Das ist wohl Fakt. Nach langen Ausfahrten oder nach einem langen Bürotag schmerzt der Rücken und du weißt nicht warum? Fehlhaltungen über einen kurzen oder langen Zeitraum oder angeborene Fehlhaltungen sind wohl die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen.

Wenn man es dann irgendwann satthat oder man mit einem Hexenschuss bewegungsunfähig wird, ist der Hausarzt oder der Spezialist die nächste Adresse. Im besten Fall bekommt man gleich einen Termin, mit ein bisschen Pech darf man Wochen gar Monate warten, um seinem Leiden Luft zu machen.

Beim Arzt angekommen gibt es nach einem schnellen Check und bisschen Gebrabbel eine Diagnose. Anschließend eine Überweisung oder ein Rezept für eine physiotherapeutische Behandlung und gut ist. Nun heißt es wieder Termine machen und warten. In der Zwischenzeit plagen einen die Rückenschmerzen. Prima!

Aber wie kommen Rückenschmerzen zustande?

Die häufigsten Ursachen sind, wie erwähnt, Fehlhaltungen im Alltag. Diese entstehen in den meisten Fällen durch zu wenig oder zu stark beanspruchte Muskeln oder Muskelgruppen. Ein bekanntes Beispiel ist das Sitzen auf dem Rad oder auf dem Bürostuhl.

Der ambitionierte Radler sitzt auf seinem Bike in einer Art liegenden Position. Infolge kontrahiert die Bauchmuskulatur, wohingegen der Rückenstrecker gedehnt wird. Wenn man diese Position über Stunden beibehält, diese dann auch noch wöchentlich 3-5 mal wiederholt und das Ganze Woche für Woche dem Körper antut, gibt es irgendwann Rückenschmerzen und einen krummen Rücken gratis dazu.

Genau genommen entsteht eine Dysbalance zwischen den Muskelgruppen, die im Wechsel dafür verantwortlich sind, dass wir unseren Oberkörper auf und ab bewegen können. Die Bauchmuskeln werden also dauerhaft angespannt und der Rückenstrecker wird dauerhaft entlastet.

Zum besseren Verständnis dient dein Oberarm als Anschauungsobjekt. Das Anwinkeln des Unterarms hat eine Bewegung des Bizeps und des Trizeps zur Folge. Der Bizeps wird angespannt (kontrahiert) und der Trizeps führt eine Gegenbewegung aus. Dieser wird entspannt.

Dieser Zusammenhang ist auch auf dem Rad allgegenwärtig, nur das andere Muskelgruppen be-und entlastet werden. Für den speziellen Fall sind es eben Bauchmuskeln und Rückenmuskeln.

Muskuläre Dysbalancen und ihren Folgen

Für den Fall, dass man einen stark trainierten Bizeps hat und einen untrainierten Trizeps, ist die Einschränkung im Alltag eher zu vernachlässigen. Hier ist es in erster Linie ein optischer Makel. Wenn du aber vom Fahrrad steigst und die gleiche “sportliche” Haltung während des aufrechten Ganges an den Tag legst, ist die Ursache häufig eine Dysbalance zwischen Bauch- und Rückenmuskulatur (ausgenommen sind angeborene Fehlhaltungen). Eine krumme Haltung ist nicht nur auf Dauer schädlich für unser Skelett, es zeugt auch von mangelndem Selbstbewusstsein. Oder zeugt es von Stärke, wenn jemand einem gegenübersteht und einen Buckel wie eine Oma macht? Eher nicht!

An dieser Stelle ergibt sich ein Teufelskreis. Zu Beginn steht die sportliche Aktivität, die einen in eine bestimmte Haltung zwingt. An zweiter Stelle kommt das ungleichmäßige Belasten bestimmter Muskeln und Muskelgruppen, sprich dem Agonisten und dem Antagonisten (Spieler und Gegenspieler). Infolgedessen entsteht eine chronische Fehlhaltung, die wiederum die Dysbalance zwischen Agonisten und dem Antagonisten vergrößert.

An dieser Stelle muss dringend gehandelt werden, da sonst Schmerzen oder gar irreparable anatomische Schädigungen die Folge sein können. Also: Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen und behandeln lassen!

Das war Teil 1 der Serie “Ein gesunder Rücken”. Im zweiten Teil werden einfache Möglichkeiten der Prophylaxe von Rückenschmerzen vorgestellt, die dich nicht nur beim Biken auf ein neues Level heben, sondern auch im Alltag. Also bleibe dran.

Bis dahin, Druck auf´s Pedal

Toni

 

 

 

 

 

 

 

 

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