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Meine Tour in die Schweiz – Etappe 2

Von Bamberg nach Ulm – So der Plan!

Mit leichtem Muskelkater quälte ich mich aus dem Bett. Die Motivation war nicht sonderlich groß, als ich mich zum Frühstück quälte. Ein Kaffee und das Müsli konnten daran auch nicht viel ändern. Meine Freundin hingegen erzwang die Motivation. Sie redete mir zu und gab mir zu verstehen, dass sie lieber mit meinem Auto alleine wäre und ich doch eine andere Möglichkeit suchen solle, um nach Ulm zu kommen. Glückerlicherweise hatte ich das Fahrrad dabei, sonst hätte ich wohl laufen müssen. -.-

So oder so ähnlich die morgendliche Konversation zwischen uns beiden. Das war zumindest das, woran ich mich noch erinnern konnte, denn im Anschluss passierte das Unfassbare. Ich habe heute noch Wutanfälle, wenn ich daran denke… . Aber Stück für Stück.

Wenn die Technik versagt

Rein in die siffigen Klamotten vom Vortag, Flaschen in die Halter und Garmin montieren. Kurz noch checken, ob das Licht funzt und dann kann es auch schon losgehen. Ich startete also mit einem gezielten Knopfdruck das Garmin (Edge 800) und los konnte es gehen. Pustekuchen! Speicher voll! Da zeigt mir dieses Ding von Garmin doch glatt die kalte Schulter. Speicher voll! Wie kann das sein. Der interne Speicher und die SD-Karte hatten ausreichend Speicherplatz zur Verfügung um schlappe 100 kb zu speichern. Also was soll das Theater?

Ich vom Fahrrad wieder runter und ab ins Zimmer. Nachdem ich es mehrmals an und ausgeschaltet hatte, kam eine weitere Meldung hinzu. Datenbankfehler! Also wieder ausgeschaltet und dann wieder an und es änderte sich nichts. Gut, der Datenbankfehler verschwand wieder, aber #Speichervoll war immer noch präsent. Mit meinem Laptop und Internetz machte ich mich auf Fehlersuche. Kurz gegoogelt und 15 Minuten waren vergangen. Ich war genauso schlau wie vorher, bloß mit einer mordsmäßigen Wut im Bauch. Der Werksreset brachte auch nichts und gut zureden war verschwendete Spucke. Also was soll´s, Kopf hoch.

Also beließ ich es bei der Sache und ich fuhr los. Der GPS-Track ging ja noch, ich konnte also der violetten Linie auf dem Display weiter folgen. Wäre da nur nicht ständig diese Fehlermeldung, die alle 10 Sekunden aufploppt. Speicher voll! Speicher voll! Speicher voll!

Jedes Mal wenn ich irgendwo abbiegen wollte, steht auf dem Display “Speicher voll”! Dieses elende Kackding. Kaum habe ich die Meldung mit “Ok” bestätigt, ploppt “Speicher voll” wieder auf.

Mit Handicap durch Bayern

Defektes Garmin Edge 800 - Speicher voll.

Garmin Edge 800 läuft auf Hochtouren.

Nachdem ich Bamberg hinter mir lassen durfte, folgten ewig lange Bundesstraßen mit kaum Verkehr. Zudem waren auch häufig Fahrradwege installiert, sodass ein sicheres Reisen auf dem Rad möglich war. Zumal ich gefühlt auch der einzige Radfahrer in ganz Mittelfranken war, bestand eigentlich nur die Möglichkeit sich selber ein Bein zu stellen und zu stürzen. Das Risiko wurde natürlich erhöht durch das suboptimale Funktionieren des Fahrradcomputers. Das Edge 800 war bis zu diesem Tag ein treuer Begleiter und nun das.

“Speicher voll” wurde kurz mit “Ok” bestätigt und weiter ging die Reise. Aber irgendwie sollte keine Freude aufkommen. Das defekte Garmin nervte mich zunehmend, sodass ich mich entschloss aufzugeben. In Bechhofen war der verabredete Zwischenstopp, das war so ca. die Hälfte der gesamten Strecke. Die Beine waren zwar ausreichend gut, um noch weitere Kilometer abzuspulen aber die Motivation war einfach nicht da.

Kurzer Hand entschloss ich mich dann in  Bechhofen abzubrechen und mich ins Auto zu setzen. Lisa wartete bereits auf mich und hatte auch schon entsprechend Frustnahrung vorbereitet. Mit Kaffee und einem Nutella-Muffin sah die Welt schon ganz anders aus. Nach einer viertel Stunde im Auto habe ich dann eine Entscheidung getroffen. Schwanz einziehen, umziehen und mit dem Auto weiter :).

In Ulm waren natürlich, passend zur Gesamtsituation, alle günstigen Schlafmöglichkeiten ausgebucht, sodass wir direkt in die Schweiz gefahren sind. Somit war mein Vorhaben gescheitert und der Besuch meiner Mutter wurde vorverlegt. Von ca. 600 km habe ich ein bisschen mehr als die Hälfte geschafft und dabei rund 4000 hm bewältigt und das in zwei Tagen. Sicherlich gut aber nicht zufriedenstellend. Da ist noch Luft nach oben. 😀

Damit habe ich also für nächstes Jahr noch eine Rechnung offen und kann das Ganze noch einmal von Neuem beginnen.

Druck aufs Pedal

Toni

 

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